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Simplon - Niwe - Nideralp - Simplon Dorf - Gabi. Es ist empfehlenswert, den offiziellen Wegweisern zu folgen: - Stockalperweg (braun) bis Simplon Dorf - Bleike - Gabi/Gstein - Gondo
Website:
http://www.topin.travel
Der grösste Teil der Route auf der Südseite des Simplonpasses verläuft auf dem Stockalperweg. Einzig nach Simplon Dorf wechseln wir ans andere Ufere des Chrummbachs, um über Bleike nach Gabi zu gelangen. Wer Lust hat, kann weiter über einen spektakulären Weg durch die Schlucht bis nach Gondo weiter gehen. Wegbeschreibung: Wir erwandern die Passlandschaft des Simplons. Es geht sanft bergab. Beim Alten Spittel und rund ums Baralhaus erstrecken sich grosse Alpweiden. An den einstigen Wald erinnern nur mehr ausgedehnte Alpenrosenflächen. Kurz vor Engiloch beginnt ein lichter Lärchenwald. Die Nationalstrasse "verschwindet" in einer lang gezogenen Galerie, während unser Weg streckenweise über die originale Pflästerung aus dem 17. Jahrhundert führt, begrenzt von Trockensteinmauern. In Engi steht eine Alte Suste, bei Maschihüs begegnen wir einer Napoloensbrücke von 1805. Die Flora der Weiden und Wiesen ist prächtig. Wir erreichen den Weiler Egga (1620 m ü. M), der im 17. Jahrhundert am alten Saumpfad entstanden ist. Der kleine Ort verfügte über ein eigenes Gericht. Das Gerichtsgebäude stammt aus dem Jahr 1603. Der Weg biegt in eine eigenartige Trümmerlandschaft ein. Lärchen stocken auf Felsbrocken. Sie zeugen vom gewaltigen Gletscherabbruch im Jahr 1901, als gewaltige Massen vom Rossbodengletscher am Fletschhorn zu Tale donnerten. Rund um Simplon Dorf (1507 m ü. M.) werden die Wiesen intensiv genutzt. Die Steinhäuser des Dorfes mit den Plattendächern wirken italienisch. Doch der Eindruck täuscht: Hinter den Steinmänteln verbergen sich alte Walliser Holzhäuser in Blockbauweise, die später zum Schutz vor Wind und Kälte "eingepackt" wurden. Im Alten Gasthof am Dorfplatz ist das Zentrum des Eco-Museum untergebracht mit einer sehenswerten Ausstellung zur Geschichte des Passes. Wir verlassen Simplon Dorf auf der Nordseite, steigen hinab über den Chrummbach und am Gegenhang hinauf zur Nationalstrasse. Auf einem asphaltierten Flursträsschen wandern wir zur Kapelle von Bleike. Unterwegs blicken wir hinauf zu den Baumriesen im Hittuwald. Hier stocken bis zu tausend Jahre alte Lärchen. Von Bleike schweift unser Blick nach Südosten ins Laggintal, eine Landschaft von nationaler Bedeutung, bekannt für das Vorkommen des seltenen Schmetterlings Erebia christi. Christ's Moorfalter ist eine unspektakuläre Art, die aber jedes Jahr Dutzende von "Schmetterlingsfreunden" anlockt. Das Fangen des seltenen Falters ist strikte verboten. Ein alter Saumpfad bringt uns in wenigen Kehren hinunter nach Gabi. Hier können wir unsere Etappe abschliessen oder zwei weitere Stunden durch die Gondoschlucht anschliessen. Vor wenigen Jahren wurde ein spektakulärer Wanderweg angelegt, der die Verkehrs- und Militärgeschichte des Simplons erschliesst. Unterwegs sind zwei Museen eingerichtet, zum Verkehr in der alten Kaserne und zur Grenzbesetzung während des Zweiten Weltkrieges in der ehemaligen Festung. In Gondo erwartet uns der Stockalperturm als weiterer geschichtsträchtiger Zeuge. Wegbeschreibung: Andreas Weissen Landschaft, NATURA2000, Schutzgebiete Die gemütliche Wanderung führt an den weitläufigen Alpweiden des Simplonpasses vorbei, durchquert einen lichten Lärchenwald und streift gegenüber Simplon-Dorf den Hittuwald mit uralten Lärchenbeständen. Die Weiden und Mähwiesen sind zu Beginn sehr artenreich und schön, werden in der Umgebung des Dorfes durch Fettwiesen abgelöst. Von Ferne überblicken wir das Laggintal, das im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgenommen wurde, nicht zuletzt wegen des Vorkommens von Christ's Moorfalter. Zwischen Gabi und Gondo finden sich eindrückliche Elemente eines Schluchtenwaldes. Typische Arten Flora und Fauna gemäss Natura 2000 Insekten: Christ's Mohrenfalter (Erebia christi) RL CH / § / E / S Vögel: Birkhuhn (Tetrao tetrix) ca / S, Schwarzspecht (Dryocopus martius) ca / S, Steinadler (Aquila chrysaetos) ca / S, Alpenschneehuhn (Lagopus mutus) ca / S, Steinrötel (Monticola saxatilis) RL CH / S. Weitere Arten (Rote Liste / Geschützte / Endemiten / Charakterarten): Alpen-Akelei (Aquilegia alpina) RL CH / § / S, Paradies-Lilie (Paradisea liliastrum) RL CH / §, Tulipa australis (Südliche Tulpe) RL CH / §, Schwarzer Apollo (Parnassius mnemosyne) RL CH, Guter Heinrich (Chenopodium bonus-henricus) ca, Strauss-Steinbrech (Saxifraga cotyledon) RL CH, Holunder-Knabenkraut (Dactylorhiza sambucina) RL CH / §, Angebranntes Knabenkraut (Orchis ustulata) RL CH / §, Karthäuser-Nelke (Danthus carthusianorum) ca, Wald-Weideröschen (Epilobium angustifolium) ca, Lärche (Larix decidua) ca, Purpur-Enzian (Gentiana purpurea) ca, Schnee-Hainsimse (Luzula nivea) ca, Schwefel-Anemone (Pulsatilla apiflora) ca, Schillernder Mohrenfalder (Erebia tyndarus) ca, Wald-Mohrenfalter (Erebia aethiops) ca, Scheuchzers Wollgras (Eriophorum scheuchzeri) RL CH, Fieberklee (Menyanthes trifoliata) RL CH, Sumpfherzblatt (Parnassia palustris) ca, Blutauge (Potentilla palustris) RL CH, Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia) RL CH / §, Alpen-Smaragdlibelle (Somatochlora alpestris) RL CH, Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) RL CH, Männertreu (Nigritella nigra) RL CH / §, Skabiosenscheckenfalter (Euphydryas aurinia ssp. debilis) RL CH, Goldprimel (Androsace vitaliana) RL CH / §, Stengelloser Enzian (Gentiana kochiana) ca, Jacquins Binse (Juncus jacquinii) ca, Frühlings-Küchenschelle (Pulsatilla vernalis) ca, Küpfers Hahnenfuss (Ranunculus kuepferi) ca. Status-Kategorien: RL CH: Liste der gefährdeten Arten der Schweiz (Rote Liste) §: auf nationaler Ebene geschützt E: Endemit S: Smaragd-Art ca: Charakter-Art Typische Lebensräume gemäss Natura 2000 und andere Extensive Mähwiesen und Weiden, Fettwiesen und Lägerstellen, Trockenrasen, Fichtenwälder: Lärchenwälder, Flachmoore, Hochmoore, Borstgrasweide (mit Elementen anderer alpiner Weiden) Zwergstrauchheiden und Windkanten. Empfehlungen des WWF für Wanderungen Wanderungen in den Bergen sollten sorgfältig geplant werden. Wichtig ist eine gute Karte im Massstab 1:50'000 oder besser noch 1:25'000. Die Ausrüstung sollte leicht und zweckmässig sein. Dazu gehören unter anderem Wanderschuhe mit gutem Profil, Regenschutz und ein warmer Pullover. Feldstecher und Notizblock dürfen nicht fehlen. Selbstverständlich sollte ein kleiner Vorrat an Lebensmitteln und Wasser im Rucksack mitgetragen werden. Wir empfehlen, in den Gaststätten nach regionalen Spezialitäten und/oder Bio-Produkten zu fragen. Abfälle dürfen nicht weggeworfen, Blumen und Pflanzen nicht gepflückt werden. Die Ruhe der Natur ist zu respektieren. Die markierten Wege sollten nicht verlassen werden, um die Wildtiere nicht unnötig zu stören. Kategorie: Bergwanderung Höhendifferenz: 88m Zeit: 5.45h Max. Höhe: 1997 M.ü.M. Länge: 12.4 km Schwierigkeit: mittelschwer
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