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Pontresina - Alp Languard - Chna Paradis - Röntgenweg - Giarsun - Pontresina
Website:
http://www.topin.travel
Auf dieser mittelschweren Tour gondeln wir zuerst mit dem Sessellift hinauf auf die Alp Languard (2326 m.ü.M.). Von da aus geht es weiter ins Val Languard hinein. Das Mitführen eines Feldstechers ist fast schon Pflicht, denn in diesem Tal gibt's einiges zu beobachten. Murmeltiere beim Sonnen, Gämse beim Fressen und mit etwas Glück vielleicht sogar Steinböcke, welche hier am Piz Albris (3166 m.ü.M.) angesiedelt sind. Da wo sich die verschiedenen Wege treffen nehmen wir den Pfad, der uns zur nächsten Berghütte führt. Bei Pia auf der Paradis Hütte (2540 m.ü.M.) kommen wir nicht an einem der «himmlischen» Kuchen vorbei und fühlen uns tatsächlich wie im Paradies! Auf der Terrasse begrüsst uns das Hüttensymbol ein «Paradi(e)s-Vogel». Die Hütte ist nur im Sommer geöffnet (Juni bis Oktober). Nach dieser wunderbaren Stärkung führt uns der Weg wieder runter Richtung Pontresina, vorbei an einigen herrlichen Aussichtspunkten mit Blick aufs wunderschöne Bernina-Massiv. Bei den beiden kulturellen Highlights Kirchlein Sta. Maria und Spaniola-Turm beschliessen wir unsere Wanderung. BESONDERHEITEN Murmeltierkolonien: Wir sind soeben losgelaufen. Schon bald hören wir ein grelles Pfeiffen. Ja, Sie haben richtig geraten, es sind die Murmeltiere. Warnen ist übrigens nur eine der Funktionen des «Pfiffs» - dieser dient auch zur Kontaktaufnahme und als Einschüchterung. In grossen Familien hausen diese drolligen Tiere in ihrem Bau. Die Eingänge zu diesen Bauten können auf der ganzen Route bestens beobachtet werden. Die Familie umfasst normalerweise ein erwachsenes Männchen und ein Weibchen sowie mehrere Jungtiere. Ende September ziehen sich die Murmeltiere in den gut ausgepolsterten Winterbau zurück und halten einen echten Winterschlaf. Alle Körperfunktionen sind dann stark reduziert. Ca. 90% des Lebens werden im Bau verbracht. 2006 war 100-Jahr-Jubiläum des Steinbocks: 1906, vor hundert Jahren, kamen die ersten Steinböcke in die Schweiz: Wilderer brachten - im Auftrag von angesehenen Schweizer Persönlichkeiten - illegal gefangene Kitze aus dem Aostatal nach St. Gallen. Nachdem 1920 in der Val Spöl (Nationalpark) die ersten sieben Tiere freigelassen wurden verliessen bereits im Jahre 1921 zwei Geissen die Gegend und liessen sich am Nationalpark angrenzenden Piz Albris nieder. Der Bestand am Albris entwickelte sich ausserordentlich gut und führte so zur berühmten und später so wichtigen Albris-Kolonie. Diese Kolonie zählt heute zu den grösseren und wohl auch zu den besten erforschten Steinbockpopulationen der Alpen überhaupt. Im Jahr 2006 wurde deshalb das «100 Jahr Jubiläum des Steinbocks» gefeiert. Aus diesem Anlass sind, unter anderem auch in Pontresina, einige Steinböcke wieder eingefangen worden, um sie den Italienern «zurückzugeben». Das Geschenk galt als symbolische Wiedergutmachung dafür, dass die Schweiz - mit Unterstützung der Bundesbehörden - während 50 Jahren illegal Steinböcke aus Italien bezogen hat. Exkursionen: Von Mitte Juni bis September führt der Kurverein Pontresina wöchentlich Murmeltier- und Steinwildexkursionen durch. Der Wanderleiter Martin Schmutz zeigt Ihnen die beliebtesten Stellen der Murmeltiere und mit etwas Glück kann sogar eine Gams oder Steinbock beobachtet werden. Röntgenweg & Röntgenplatz: Nachdem man die Paradis Hütte verlassen und den Weg Richtung Tal eingeschlagen hat, erreicht man etwas weiter unten den Röntgenplatz. Von diesem wunderschönen Fleckchen war auch der Physiker Prof. Wilhelm C. Röntgen (1845-1923) angetan. In seinem Gedenken wurde hier 1934 an seinem Lieblingsplatz eine Tafel angebracht und der Weg nach ihm benannt. Während 43 aufeinander folgenden Sommern nahmen er und seine Frau die mühevolle Reise mit der Postkutsche von Chur nach dem geliebten Pontresina auf sich. «Mit vier Wochen Pontresina verlängerte ich jeweils mein Leben um ein Jahr.» 1901 erhielt der Entdecker der Röntgenstrahlen den Nobelpreis der Physik. Kirche Sta. Maria: Ein Besuch des wunderschönen, vollständig mit Fresken aus dem 13. und 15. Jahrhundert ausgeschmückten Kirchlein Sta. Maria ist praktisch unumgänglich (Bitte Öffnungszeiten beachten). Der ursprüngliche Bau stammt aus dem 12. Jahrhundert. Bei einem Bergsturz wurde die Häusergruppe um das Kirchlein zerstört, vom Bergkirchlein selbst blieben nur der Turm und die Westwand stehen. Diese wurden beim Wiederaufbau der Kirche integriert. Der sechsterrassige Bergfriedhof gewährt nicht nur den verstorbenen Pontresinern die letzte Ruhe, sondern auch Gästen und vielen verunglückten Bergsteigern aus den Anfängen des hochalpinen Tourismus. Spaniola-Turm und die Sarazenen: Der ehemalige 4-stöckige Wohnturm der einstigen Herren von Pontresina stammt aus dem Jahre 1210. Zum Schutz gegen Lawinen und Steinschlag wurde er fünfeckig gebaut. In der Erstehungszeit gab es oberhalb an den Hängen keinen Schutzwald. Der Turm wurde durch die Gemeinde 1994 renoviert. Kategorie: Wanderung Höhendifferenz: 223m Zeit: 2.5h Max. Höhe: 2540 M.ü.M. Länge: 6.9 km Schwierigkeit: leicht
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