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Santa Maria degli Angioli - Via Nassa - Palazzo Civico - Via Pessina - Palazzo RivaGhioldi - San Lorenzo - Sant'Antonio - San Rocco - Parco Ciani - Santa Maria degli Angioli
Website:
http://www.topin.travel
Diese Route schlägt die Besichtigung des wertvollsten Kunstwerks der Stadt Lugano vor: In der Kirche Santa Maria degli Angioli wird das bekannteste Renaissancefresko der Schweiz aufbewahrt. Nach dem Besuch dieses Baudenkmals können wir die Besichtigung des Stadtzentrums fortsetzen und durch die Via Nassa mit ihren prächtigen Schaufenstern und eleganten Boutiquen schlendern. In dieser Strasse verschmilzt die moderne Bauweise mit dem mittelalterlichen Stadtbild. Die Via Nassa führt bis zum Hauptplatz von Lugano, der Piazza della Riforma, wo sich in den alten Gebäuden Banken eingenistet haben. Hier steht auch der 1847 erbaute Palazzo Civico, heute Sitz der Stadtverwaltung und (im Parterre) des Fremdenverkehrsvereins. Wer hingegen von der Via Nassa her die Piazzetta Maraini überquert, gelangt in einen der eindrucksvollsten Winkel von Lugano: In der Via Pessina entdecken wir schmucke alte Häuser, in denen Läden Platz gefunden haben, die vor allem hiesige Produkte anbieten. Von der Via Pessina über die Piazza Cioccaro erreichen wir den Palazzo Riva- Ghioldi, eines der drei ältesten Häuser der Stadt, die sich dank sorgfältiger Restaurierung in hervorragendem Zustand befinden. Durch die Via Cattedrale steigen wir auf zur Kathedrale San Lorenzo und geniessen den Blick auf die Stadt. Der Dom ist reich an Kunstschätzen: Ausser der Renaissancefassade (1517) sind wertvolle Fresken aus dem 14. bis 16. Jahrhundert zu beachten. Von der Kathedrale kehren wir zurück auf die Piazza Cioccaro, erreichen durch die Via Soave die Piazza Dante, an der sich die Kirche Sant'Antonio, mit Werken von Petrini und wertvollen Fresken der Brüder Torricelli, befindet. Von dort aus kann man durch die Contrada di Verla ins Quartiere Laghetti gelangen und südlich davon die Kirche San Rocco, in der prachtvolle Fresken von G. Discepoli aufbewahrt werden, besichtigen. Von der Via Canova in Richtung Osten erblickt man die Villa Ciani, Sitz des Städtischen Kunstmuseums, das einen kurzen Besuch verdient. Um dorthin zu gelangen, überquert man die Piazza Indipendenza mit dem Obelisk aus dem 18. Jahrhundert, der an den Kampf zwischen den Volontari Luganesi und den Cisalpini (1798) erinnert. Durch den wunderschönen Parco Ciani ist man bald am See und kann auf einem bequemen Spaziergang an den Ausgangspunkt zurückkehren. Sehenswürdigkeiten: Santa Maria degli Angioli Die Kirche Santa Maria degli Angioli ist eines der wichtigsten Baudenkmäler der Stadt Lugano; sie befindet sich an der Piazza Luini 3, am Ende der Via Nassa in Richtung Paradiso. Die Kirche war früher dem 1490 gegründeten Kloster der Minoriten, einem Zweig des Franziskanerordens und seit 1602 einer Mailänder Ordensgemeinschaft angegliedert. Die Bauarbeiten der Kirche Santa Maria degli Angioli sind am 14. Februar 1499 aufgenommen worden und waren nach einem Jahr beendet. Aus verschiedenen Gründen wurde die Kirche jedoch erst 1515 geweiht. Auf einem alten Druck (etwa 1820) ist die Kirche mit dem südlich und südwestlich eng anschliessenden Kloster vom Tassino aus zu sehen. Der kompakte, nach aussen geschlossene Baukomplex wird nur von den Zellenfenstern und dem grosszügigen Kreuzgang mit den eleganten Kapitellen aufgelockert. Santa Maria degli Angioli wurde in den Jahren 1929/30 restauriert. Die Kirche und vor allem das Kloster hatten schon im Laufe der Jahrhunderte Umbauten und Veränderungen erlitten. 1848 wurde das Kloster aufgehoben und an seiner Stelle in den Jahren 1852 bis 1854 das Hotel du Parc der Brüder Ciani (mit Schliessung der Kirchenfenster auf der linken Seite) gebaut. 1903 wurde der Bau um zwei Stockwerke erhöht und hiess fortan Hotel Palace. Wenn die Fassade von San Lorenzo das architektonische Schmuckstück von Lugano ist, so weist die Kirche Santa Maria degli Angioli doch die grössten Kunstschätze auf. Man darf sich vom nüchternen, gegen den See gerichteten Äussern nicht täuschen lassen. Die Fassade ist aus roh behauenen Steinen, mit drei Fialen über der Walmfläche, gestützt von einem Sparrendach, wie es der Franziskanerorden vorschreibt, mit einer Fensterrose, die das Morgenlicht und die ersten Sonnenstrahlen gegen Mittag einfängt, als einziges Zierelement. Doch es genügt, die Schwelle zu überschreiten, um vor Meisterwerken der Frührenaissance zu stehen. An der Wand gegenüber dem Eingang prangt die Kreuzigung Christi (Passion) von Bernardino Luini, einem Schüler von Leonardo da Vinci, dessen künstlerische Laufbahn in der Abtei Chiaravalle begonnen hat. Das Fresko überzeugt durch die lebhafte Darstellung der Szene, die sich nicht auf die drei Kreuze beschränkt, die für Christus und die beiden Schächer aufgerichtet wurden , sondern andere Figuren einbezieht . Das Bild enthält 153 Köpfe, ein Wechselspiel von Pferden und Figuren (Soldaten hoch zu Ross oder beim Würfeln um Christi Kleider) bilden einen schroffen Kontrast zur Wehmut der Frauengestalten. Eine prachtvolle Bildkomposition, die man nach den Worten des Kunsthistorikers Burckhard gesehen haben muss. Im oberen Teil der Szene sind zwei Reihen Loggien zu sehen, in denen sich die Begegnung mit Thomas und die Verspottung abspielt. Im unteren Teil erkennt man die Heiligen Rochus und Sebastian, während die Propheten oberhalb der drei Arkaden gelagert sind. Die Komposition ist symmetrisch und doch von höchstem Pathos beseelt. Auch der Reichtum an Einzelheiten verleiht diesem Fresko die Wirkung eines majestätischen Wandteppichs, dessen Anblick man am besten in aller Ruhe, von einer der hinteren Sitzbänke aus geniesst . Als herausragende Kunstschätze gelten: Das Letzte Abendmahl an der linken Wand des Kirchenschiffs (ursprünglich das Refektorium der Ordensleute) das Fresko «Madonna mit Jesuskind» und «San Giovannino» , an der Ostwand der ersten Seitenkapelle, ebenfalls ein Werk von Luini. Die zweite Kapelle enthält ein Bild des heiligen Franziskus von Giuseppe Antonio Petrini (1728), während in der letzten Kapelle die Flucht nach Ägypten und die Anbetung der Könige untergebracht sind. Es sind die einzigen erhalten gebliebenen Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria, die Domenico Pezzi, genannt «Sursnicus», zwischen 1520 und 1530 gemalt hat. Hinter der wuchtigen Trennwand, die man durch drei mit Fresken versehene Arkaden überwindet, ändert sich das Bild: Von den spätgotischen Malereien gelangt man zum Altar und zum Chor, die vorwiegend im Stil des 18. Jahrhunderts ausgestattet sind. In der Sakristei der Kirche Santa Maria degli Angioli ist eine kleine Ausstellung religiöser Kunst eingerichtet. Sie enthält Gemälde von Giuseppe Antonio Petrini und von Morazzone, Kerzenständer, Reliquienschreine, Kelche, Weihrauchfässer. Zu den ältesten Stücken zählen ein Kreuz aus dem 16. Jahrhundert und Gesangbücher des 17. Jahrhunderts. Via Nassa mit moderner und herkömmlicher Architektur. Die berühmte Einkaufsstrasse. Piazza della Riforma Der Salon von Lugano, mit dem Palazzo Civico, 1847 gebaut, heute Sitz der Stadtverwaltung, im Parterre das Büro des Fremdenverkehrsvereins. Via Pessina mit den Bogengängen und typischen kleinen Läden Palazzo Riva-Ghioldi, eines der ältesten Gebäude im Stadtzentrum, Piazza Cioccaro Kathedrale San Lorenzo mit der Renaissancefassade (1517) und wertvollen Fresken des 14. bis 16. Jahrhunderts. Vom Kirchplatz schöner Blick auf die Stadt. Kirche Sant'Antonio Werke von Petrini und Fresken der Brüder Torricelli, Piazza Dante Quartiere Maghetti auf der Südseite die sehenswerte Kirche San Rocco. Im Innern wertvolle Fresken von G. Discepoli. Villa Ciani Sitz des Städtischen Kunstmuseums. Gleichnamiger Park. Piazza Indipendenza, mit dem Obelisk, der im 18. Jahrhundert errichtet wurde zur Erinnerung an den Kampf zwischen den Volontari Luganesi und den Cisalpini (1798). Kategorie: Kunstroute Höhendifferenz: 42m Zeit: 2h Max. Höhe: 310 M.ü.M. Länge: 3.1 km Schwierigkeit: sehr leicht
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