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Sala Capriasca - Bigorio - Sciss - Condra - Stinchè - Gola di Lago - Zalto Vecchio - Caslascio - Screvia - Lopagno - Sala Capriasca
Kategorie:
Touren › Mountainbike-Touren
Mountainbike-Touren
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Region:
Tessin, Schweiz
Tessin, Schweiz
Karte
Website:
http://www.topin.travel
Von Sala Capriasca aus steigen Sie auf in Richtung Norden, den roten Wegweisern der Route für Radfahrer folgend. In Bigorio zeigt Ihnen der Wegweiser die Richtung zum Kloster Santa Maria vorbeiführt und weiter zu einem Platz in der Nähe von Sciss di fuori. Von dort aus führt ein teilweise sehr steiler Maultierpfad zu den Weiden der Maiensässe Sciss und Pambio. Es folgt eine schöne, ebene Passage bis zu den Häusern von Condra. Dann geht es weiter über einen schönen, flüssigen Single Track, der die üppigen Wiesen säumt und weiter vorne klettert eine Schotterstrasse steil zum Matro di Stinchè hoch. Nach einer spannenden Strecke erreichen Sie auf der andern Seite die Wälder von Gola di Lago. Über eine Asphaltstrasse gelangen Sie zu einer Kreuzung, an welcher links ein Weg im Wald verschwindet. Das erste Stück ist gut befahrbar, aber bald schon muss man schwierige Passagen zu Fuss überwinden. Nach einigem Auf und Ab erreichen Sie Zalto Vecchio, auf der linken Talseite der Capriasca. Die breite Route führt weiter über Davra nach Picchetta und schliesslich nach Caslascio. Die Abfahrt führt Sie auf den Single Track, der sich rechts gegen Tesserete senkt und anschliessend weiter auf einen breiten, flüssigen Maultierpfad nach Lopagno hinunter. Die letzten Meter führen Sie auf asphaltierter Strasse zurück nach Capriasca. Die weiten Wälder des Val Capriasca sind von zahllosen Almen und Maiensässen aufgelockert, die auf wunderbare Weise der Verstädterung entgangen sind und eine bäuerliche Landschaft von seltener Schönheit bilden. Hie und da hat es ein Maultierpfad gewagt, die Wälder zu durchqueren und die Wildbäche zu überklettern, aber es handelt sich um vereinzelte Einmischungen: den asphaltierten Strassen und dem Verkehr ist es nicht gelungen, die Stille der Monti zu verletzen. 8. November Wir gehen von Sala Capriasca aus und steigen auf in Richtung Norden, den roten Wegweisern der Route für Radfahrer folgend. Das erste Hindernis ist der steile Karrenweg, der neben den Weinbergen hochklettert: Die im Laufe der Zeit abgeschliffenen, vom Herbstnebel befeuchteten Kiesel verlangen Gleichgewichtsübungen und grosse Vorsicht, um Stürze zu vermeiden. In Bigorio laden uns die Wegweiser ein, die Asphaltstrasse zu benutzen, die unter dem Kloster Santa Maria vorbeiführt und auf einem Platz in der Nähe von Sciss di fuori endet. Von dort aus bringt uns ein teilweise sehr steiler Maultierpfad zu den immer noch grünen Weiden der Maiensässe Sciss und Pambio. Es folgt eine schöne, ebene Passage bis zu den Häusern von Condra, die im Schatten des Waldes vor sich hin träumen. Auf der rechten Seite des Dorfes erregt ein kleines Steingebäude mit seltsam gewölbter Decke unsere Aufmerksamkeit: Es ist ein cassinell, das früher zum Lagern von Milch, Butter und Käse verwendet wurde. Es hat bis heute überlebt, um uns zu erzählen, dass die Hirten hier die erste Etappe ihrer Transhumanz zu den Alpen einlegten. Ein altes Schild an einer Hausmauer weist zur «Via alla montagna», die uns ein paar Dutzende Meter zum Fussmarsch zwingt. Dann finden wir einen schönen, flüssigen Single Track, der die üppigen Wiesen säumt. Auf diesem von den Hirten angelegten Weg führte der junge Elsässer Biker Thomas Dietsch 2003 ganz allein am Marathon der Weltmeisterschaften in Lugano, bis ihn ein verrosteter Nagel aufhielt. Es gibt keine Spur mehr von diesen unsäglichen Strapazen: Es herrscht Stille, und das silberne Gebimmel der weidenden Kühe und die dumpfen Schläge der Ketten gegen das Fahrgestell sind einer unwirklichen Atmosphäre von Frieden und Ruhe gewichen. Weiter vorne klettert eine Schotterstrasse rekordverdächtig steil zum Matro di Stinchè hoch. Auf der andern Seite die Wälder von Gola di Lago, die wir nach einer amüsanten Strecke erreichen, die den zahlreichen Geländemulden folgt. Eine Asphaltstrasse führt dann zu einer Kreuzung, an der wir unschlüssig anhalten. Auf der Asphaltstrasse talwärts fahren, entspricht nicht unseren Grundsätzen, und als wir links einen Weg im Wald verschwinden sehen, ist unser Entschluss einstimmig. Das erste Stück ist gut befahrbar, doch bald müssen wir schwierige Passagen zu Fuss überwinden. Nach einigem Auf und Ab erreichen wir Zalto Vecchio, auf der linken Talseite der Capriasca. Der Pfad senkt sich zwischen den Hütten und führt dann auf Schotter bis nach Davra, wo wir die Räder wieder auf den Weg stellen können. Nach Davra folgt Picchetta, dann Pian Passamonte und Sorè: Die Maiensässe in den Talmulden und auf den Hochebenen sind Perlen der ländlichen Bauweise und der Landschaft. Sie erstaunen uns immer wieder mit ihren von der Sonne geküssten kleinen Almhütten, den von kristallklaren Bächen durchflossenen Weiden, den an eine längst vergangene bäuerliche Zeit erinnernden Ausblicken. Der Single Track, der die Monti verbindet, ist mit Wanderwegweisern gekennzeichnet. Er ist meistens breit und flüssig, als sei er eigens für Mountainbike angelegt worden. Es gibt keine Hindernisse zu überwinden und keine Gefahren abzuwehren: Man darf sich einfach von den Kurven und den kleinen Bodenerhebungen wiegen lassen und der Schwerkraft anvertrauen. Nach den ersten Siedlungen betreten wir eine Pionierpflanzung von Birken, und der Weg ist ein paar Meter weit stärker exponiert. In Caslascio finden wir wieder gut gepflegte Weiden; In der Ferne, hinter den Wäldern am Cassarate, erblicken wir die Bucht von Lugano, umgeben von den Gipfeln, die sie in der ganzen Welt berühmt gemacht haben. Während wir langsam absteigen, sehen wir immer grünere Wiesen, und vom Talgrund erreichen uns die ersten Geräusche des Verkehrs. In Screvia verriegelt ein alter Bauer die Stalltüre, als ob er sich auf ein Gewitter vorbereiten müsse, doch es ist nur die Abenddämmerung. Auf der Hütte gibt es keinen Sonnenkollektor, keine Verbindung mit einem surrenden Transformatoren: Dieses kleine Maiensäss mit seinen perfekt gepflegten Wiesen, die dem vorrückenden Wald hartnäckig widerstehen, ist eine wahre Oase des Friedens, die auch uns zu einer Ruhepause einlädt. Erst als die Sonne ihre Bahn am Firmament vollendet hat, steigen wir wieder in den Sattel und fahren weiter auf dem Single Track, der sich rechts gegen Tesserete senkt. Wir lassen uns nicht verleiten von den zahlreichen Abkürzungen, finden aber einen breiten, flüssigen Maultierpfad, der uns nach Lopagno bringt. So müssen wir nur die letzten Meter auf dem Asphalt zurücklegen, und nach der Überquerung des Flusses Capriasca schliesst sich der Kreis. Während auf den Strassen eine lange Schlange von roten und weissen Lichtern aufleuchtet, löscht ein alter Bauer in Screvia die schwache Flamme seiner Kerze. Auch in dieser Nacht werden ihm nur noch die Sterne Gesellschaft leisten. Alfio Cerini, Tessin auf zwei Rädern, Dadò Editore, Locarno, 2008 Kategorie: Mountainbike-Tour Höhendifferenz: 721m Zeit: 2.5h Max. Höhe: 1109 M.ü.M. Länge: 16 km Schwierigkeit: leicht
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